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Haibike Fahrer went for a bike ride
July 16, 2025 at 06:15
02:38
51.0km
19.3km/h
36.2km/h
370m
370m
Heute Runde 2 um die Seen südlich von München: Der Starnberger See - früher Würmsee - nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt.
Schrieb ich gestern beim Ammersee: "Den Menschen hier geht es gut" kann ich nach dieser Tour heute sagen "Den Menschen hier geht es sehr gut."
Eine Häuserinschrift zeugt von Selbstbewußtsein ( s.Bild ):
"Extra Bavariam nulla vita - et si est; non est ita" auf Deutsch: "Außerhalb von Bayern gibt es kein Leben - und wenn doch, dann kein solches".
Starnberg hat das höchste Prokopfeinkommen in Deutschland. Auch daran zu erkennen, daß es in dieser 25000 Einwohnerstadt eine Porsche- und eine Ferrari-Niederlassung gibt.....
Nun zur Tour: Gegen den Uhrzeigersinn ging es auf der Westseite durch eine wunderbare Landschaft: Es ist nicht nur der See, dem man häufig nahekommt, sondern auch die auf lange Strecken perfekt gepflegten Parkanlagen, auch die in öffentlicher Hand. Liegewiesen ohne Ende am Rande des Sees, auch an Umkleiden und Toiletten (offen und sauber) wurde gedacht. Immer wieder eine kleine Allee, und Einkehrmöglichkeiten, bei denen es im Garten Bier gibt.
Gelegentlich eine Landestelle für die Fahrgastschiffe die den Starnberger See kreuzen.
Dazwischen immer wieder ein kleines Schloß, zum Beispiel Schloß Possenhofen, in dem Sissi, die spätere österreichische Kaiserin und ungarische Königin Jugendjahre verbracht hat.
Erwähnenswert auch das Buchheim Museum in Bernried.
Lothar Günter Buchheim war im 2. Weltkrieg Kriegsberichterstatter, sein bekanntestes Werk "Das Boot" wurde später verfilmt. Mein Vater war damals in dem im Film gezeigten U-Boot Bunker als Soldat. Eine Verknüpfung mit der eigenen Familiengeschichte.
Zwischenstopp in Seeshaupt, genau im Süden des Sees.
Die Ostseite ist nicht minder schön zu fahren: Ein kleines asphaltierters Sträßchen nur für Anlieger sehr nah am See macht das Fahren zum Vergnügen. Auch hier viele großzügige Anwesen, die von Reichtum zeugen. Ich sage das ohne jeden Neid. Vor fast 50 Jahren waren wir in einem der dortigen kleinen Schlösser zu Gast und schwammen in dem viel zu kalten See, kurz darauf haben wir den nunmehr 45 Jahre währenden Bund fürs Leben geschlossen. Heute also viele Erinnerungen...
Ein weiterer Zwischenstopp im Wald vor Berg, bei der Votivkapelle für Ludwig II. Er war der Lieblingskönig ( "Kieni") der Bayern, auch Märchenkönig, denn er gab sehr viel Geld für Schloßbauten aus. Davon zehrt der Fremdenverkehr noch heute (Neuschwanstein, Herrenchiemsee, Linderhof ) .
Hier am Ufer des Sees wurde er tot aufgefunden, Todesursache unklar. Ein Kreuz im See und diese Kapelle erinnert daran. Mein Eindruck: Er wird auch heute noch, nicht nur von Königstreuen, verehrt. Ich denke er hat sehr viel für die bayerische Identität getan. Das wirkt bis heute.
Interessant das Konzept mit seinem Ausgabeverhalten umzugehen, der bayerische Staat war fast pleite: Er wurde für unzurechnungsfähig erklärt. Wäre das was für unsere heutigen Schuldenmacher ?
Auch wenn das Wetter heute schwierig war: Es war eine besonders schöne Tour, die bei Sonne sicher noch schöner sein wird. Dann vielleicht auch mit einem besseren Blick auf die Berge. Den Radweg hatte ich für mich fast allein.
Batterieverbrauch: 349 kWh
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