4.7
(80)
892
riders
04:49
78.6km
420m
Cycling
Moderate bike ride. Good fitness required. Mostly paved surfaces. Suitable for all skill levels. The starting point of the route is right next to a parking lot.
Last updated: June 5, 2024
Waypoints
Start point
Parking
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14.4 km
Highlight • Monument
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Tip by
39.5 km
Highlight • Beach
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Tip by
48.2 km
Highlight • Structure
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Tip by
78.6 km
End point
Parking
Way Types & Surfaces
Way Types
71.7 km
4.09 km
1.44 km
1.35 km
< 100 m
Surfaces
70.2 km
3.04 km
2.99 km
1.90 km
363 m
< 100 m
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Elevation
Highest point (150 m)
Lowest point (0 m)
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Thursday 7 May
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8.4.2023 Ostersamstag Habe im Hotel „The Bloom by Pillow“ in Girona nicht besser geschlafen als im Bulli in Olot. Vermisse meinen Bulli. Hoffentlich geht es ihm gut zwischen den Vulkanen und dem Möbelgeschäft, das kein IKEA ist. Noch eine Nacht werde ich Bulli nicht allein lassen. Wasche morgens im Hotel meine Unterhose im Waschbecken. Bügel sie trocken, den Rest föhne ich. Dieses Zimmer hat alle Annehmlichkeiten des modernen Lebens auf nur 8qm konzentriert. Dusche meine edle Physis, ohne mein malades Ohr mit Wasser zu fluten, creme Hände und Kopfregion und werde später zum Barber gehen. Rasierzeug habe ich vergessen. Raus in die Welt. Girona bei Tag. Gestern war ich über sieben Stunden im Sattel. Da habe ich nichts schreiben können. Dann staut sich alles. Setze mich ins „Forn de pa Plis Plas“, ein Bäckerei-Café mit Set-Breakfast: Americano und Croissant für 2,50€. Der Name der Bäckerei ist kurios, wird aber genauso geschrieben. Google will es natürlich anders und mischt mir Pils und Plus unter. Nichts geht ohne Kontrolle. Wahrscheinlich ist der Name ein spezieller katalanischer Minderheiten-Sprech. Die Katalanen sind besonders, wie alle Minderheiten. Ich unterstütze das. Den Mainstream hält keiner aus. Gastro-Bedienung ist hier in der Hand von Asiatinnen und Südamerikanerinnen. Das fällt mir schon die ganze Zeit auf. Einerseits will man seine nationale Integrität um jeden Preis wahren. Die unbequeme Servicearbeit erledigen aber die chicas aus Asien und Südamerika. Die jungen Frauen aus Südamerika machen das Check-in in den Hotels, schieben die alten Spanier durch die Gegend und putzen den Haushalt. Die Asiatinnen kochen. Die schwarzen Männer machen den Müll weg. Habe in Ilagostera drei Schwarze in grell-gelben Müllmannanzügen beobachtet, die wie die Olson Bande hintereinander ihren Weg gehen. Der kleinste Mann vorneweg. Der Kontrast von schwarz und grell-gelb war so genial wie eine Modestrecke in einem Vogue Magazin. Habe mich nicht getraut, das zu fotografieren. Ärgert mich jetzt noch. Zwei Stunden Schreibarbeit im Plis Plas. Dann fahre ich weitere 52 km bis ans Meer nach San Feliu. Die Sonne scheint, der Weg ist staubig. Ich sehe aus wie ein Cowboy, der vom round-up kommt. Mein Bike braucht dringend eine Kettenölung. In Cassa gehen schwarze Moslems in Djellabas zum Gebet. Bin ich in Nordafrika gelandet? So wirkt das. Die scheinen in der Überzahl. Am Plaza Major gehe ich zum Barber. Hassan macht das. Rasieren und scheren für 14€. Die Friseurstühle sind sehr edel. Alle Metallteile sind goldfarben, das Leder knirscht in schwarz. Sogar der elektrische Rasierapparat ist ganz goldfarben. Hier wird männliche Schönheit als gottgewollt zelebriert. Da kann ich nicht mithalten. So ein bleiches, altes Gesicht. Ich brauche dringend eine Auferstehung, inklusive kosmetischer Runderneuerung. Es ist High-noon. In Ilagostera gehe ich ins Casino-Cafe. Das ist ein sensationelles Gebäude im Gothic-Style, hallenartig. Das könnte auch in Berlin stehen oder in Gotham City. Steht aber in Ilagostera, einem Dorf. Diese Art sozialer Gaststätten gibt es überall verstreut im Land. Das hatte ich schon in Cadaques genossen. Dort war das Casino gerammelt voll mit der Dorfbevölkerung von Cadaques, die gemeinsam ein Fussballspiel verfolgten. Mit Konzentration und Hingabe. Hinter der Theke arbeitete ein sehr flottes Thekenteam. Da werde ich bestimmt wieder hinfahren. Heute ist Ostersamstag. Da ist es ruhig im „Casino Llagosterenc“ in Llagostera. Ich notiere mir alle Namen. Sonst würde ich die vergessen. Hier bestelle ich Caña und Bocadillo. Meine Ernährung ist katastrophal. Bocadillo heißt kleiner Mund und ist in der Regel ein riesenhaftes Sandwich, das für eine ganze Familie reicht. Caña ist ein gezapftes Bier. Garantiert kalt und schnell auf dem Tisch. Mann braucht mindestens zwei. Ein Mann schlendert etwas verloren durch die Halle. Er wirkt deutsch und dement. Ein anderer löst die Rätsel in der Zeitung. Dann gesellen sich immer mehr Männer zum Zeitungsleser. Man rückt Stühle. Keiner sagt ein Wort. Jemand hat ein grünes Vlies dabei, und nun werden die Karten gemischt. Man spielt wortlos und trinkt dabei Kamillentee. Weiter gehts. Pedal-Bike fahren ist anstrengend. In Sant Feliu will ich den Bus zurück nach Olot bekommen. Dafür muss ich in die Pedalen treten. Die Mitnahme eines Fahrrads ist im Bus immer ein Problem. Mal geht es, dann oft nicht. Dann soll man das Bike auseinander bauen oder die Kette und Schaltung mit Puffer-Folie sichern. Es gibt garantiert immer komplizierte Vorschriften. Hier nicht. Einfach das Bike ins Gepäckfach schieben. Das wars. Zwei Stunden bist Olot. Dort war ich erst eine Nacht. Fühle mich schon heimisch. Bevor ich zu Bulli am Möbelgeschäft fahre, kehre ich ein im Brauereiausschank „Els del Mig“. Völlig verrückter Name. Hat was mit den Vulkanen von Olot zu tun. Fühlt sich an wie die Orks von Mordor. Hier begrüßt man mich schon beim zweiten Besuch mit Handschlag. Schon gehöre ich dazu. Da in der Ecke sind Steckdosen, dort soll ich Platz nehmen und trinken. Diesmal soll ich eine andere Biersorte testen. Mach ich. Dazu fish and chips. I love it.
Forgot to end recording at BiciBus pickup point... so the route back is wrong and the ride data are meaningless.. but the visit to Platja d'Aro and then St Feliu and the the BiciBus load point are valid. P d'Aro is a better/much better beach. Took us 60+ peeps 2:45+20+10 actual ride time to the Bus, ave speed 18kph.. add your stop times to that.